von Romana Stieglecker, Welpencoach
Ein Umzug ist für uns Menschen schon stressig genug. Für einen Hund kann er aber noch viel belastender sein, vor allem für einen Welpen. Die gewohnte Umgebung wird auf einmal durch Kisten, fremde Personen und neue Gerüche ersetzt. Doch keine Sorge: Es gibt viele Möglichkeiten, wie du deinem Vierbeiner helfen kannst, diesen großen Schritt stressfrei zu meistern.
Umzug mit Hund – Stress lass nach!
Wenn nun überall Kisten herumstehen und wir Menschen statt Kuscheleinheiten die Zeit mit aussortieren und entrümpeln verbringen, ist das eine enorme Umstellung für den Hund. Sehr sensible oder junge Hunde reagieren bereits auf diese Veränderungen mit hohem Stress, umso wichtiger ist es immer wieder Auszeiten vom Packen zu nehmen, um mit dem Vierbeiner einen schönen Spaziergang zu machen oder zu kuscheln. Wir Zweibeiner können die Spaziergänge gleich nützen, um am neuen Wohnort eine Gassirunde mit ruhigen Pipi-Spot zu etablieren. Das macht die Tage und Wochen nach dem Umzug um einiges angenehmer!
Wenn man schon die Schlüssel für die neuen vier Wände besitzt, kann der Hund auch gleich die neuen Wohnräume inspizieren. Ein bequemes Hundebettchen und ein paar seiner Spielsachen, eine lustige Trainingseinheit oder ein einfaches Futtersuchspiel machen es deinem Liebling gleich viel leichter die neue Umgebung positiv zu verknüpfen.
Neue Regeln in kleinen Schritten aufbauen
Möchte man neue Regeln nach dem Umzug aufstellen, z.B. aufs neue Sofa darf der Vierbeiner nicht hinauf oder ein Raum ist für ihn Tabu, dann muss man dies fair und kleinschrittig aufbauen. Und man muss gute Alternativen bieten wie etwa ein bequemes Bettchen neben dem Sofa oder Kuscheleinheiten am Boden. Wenn einzelne Räume nicht mehr betreten werden sollen, helfen als Maßnahme Absperrgitter, bevor man mit einem effektiven Trainingsplan startet.
Alleine bleiben am neuen Wohnort
Auch das Thema alleine bleiben ist je nach Hund und seinen bisherigen Lernerfahrungen wieder in kleinen Schritten zu trainieren. Auf jeden Fall sollte der junge Vierbeiner einige Tage oder Wochen Zeit bekommen seine neue Lebensumgebung kennenzulernen. Vor allem neue Geräusche können den Hund anfangs sehr stressen. Hier könnte man als Maßnahme die Geräusche der neuen Wohnung bereits im Vorfeld aufnehmen und in der gewohnten Umgebung abspielen.
Ruhiges Verhalten belohnen
Es macht Sinn, den Hund für ruhiges Verhalten zu belohnen. Wenn der Vierbeiner bei Futter eher aufgeregt reagiert, dann am besten über verbales Lob und Körperkontakt (wenn der Hund das möchte) arbeiten. Dem Vierbeiner wird es auf jeden Fall leichter fallen, seine neue Lebensumgebung anzunehmen, wenn er vertraute Dinge wiederfindet wie etwa das Sofa, seine Spielsachen etc.
Entspannungssignale helfen
Eine weitere Hilfestellung bieten Entspannungssignale, und hier im speziellen ein konditionierter Entspannungsduft. Da unsere Hunde 10 Prozent ihres Gehirnareals für die Riechleistung verwenden, wirken Düfte um einiges schneller und nachhaltiger als andere Entspannungssignale.
Am Tag des Umzugs ist es für uns und den jungen Vierbeiner am einfachsten, wenn er von jemanden betreut wird, der nicht in den Umzug involviert ist. Dieser sollte den Tagesablauf des Hundes kennen und diesen auch so gut es geht einhalten.
Nach dem Einpacken ist vor dem Auspacken!
Die Tage und Wochen nach dem Umzug werden wahrscheinlich nicht weniger stressig werden. Umso wichtiger ist es wieder genügend Pausen einzuplanen, damit der junge Hund seine Ruhezeiten gut einhalten kann. Die Erfüllung der Grundbedürfnisse machen aus unserem Welpen einen angenehmen Umzugsbegleiter, der sich schnell in seiner neuen Lebensumgebung wohlfühlen wird.
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